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                                                                                      Hessische Allgemeine Zeitung vom 8.8.2016

 

 

 

 

Diese Zeilen schrieb eine Besucherin der Tagesstätte des Ludwig Noll Vereins für psychosoziale Hilfe e.V.  (Juni 2018)

 

 

 

ich hatte heute die Möglichkeit, die Lama-Therapie zu testen. Bei meiner Ankunft war ich noch etwas skeptisch und aufgeregt, doch als Frau Scheffler auf mich zu kam, konnte sie mich schon mit ihrer Stimme beruhigen.

 

Als wir zum Stall der Lamas gingen, spürte ich ein wenig Angst, da mich die bis dato ungewohnte Größe dieser Tiere stark beeindruckte. Doch Frau Scheffler nahm mir diese Angst, indem sie mich den Tieren vorstellte, wobei ich mich langsam an die Lamas herantasten konnte. Henry ist braun, Pele ist weiß, so erkennt man bereits durch die Optik zwei unterschiedliche Charaktere.

 

Nach dem Kennenlernen ging Frau Scheffler mit mir nach draußen, wo sie mir erklärte, wie ich mich verhalten soll, damit die Lamas mit mir gehen.

 

 

Als es los ging, startete ich vorerst mit einem leicht mulmigen Gefühl, welches sich jedoch kurze Zeit später nach und nach verlor.

 

 

Die negativen Gedanken, die ich oft und anhaltend habe, verschwanden plötzlich und ich konnte mich zum ersten Mal seit langem wieder richtig konzentrieren. Meine Gedanken waren nun ständig bei Pele. Ich konnte selbst kaum glauben, was so ein Lama in mir ausgelöst hat. Mein Kopf war so frei wie schon lange nicht mehr, es war ein unbeschreibliches Gefühl, so etwas muss man einfach selbst erleben.

 

 

Ich bin so glücklich, dass ich diese Zeit erleben durfte.

 

 

Doch auch körperlich hatte sich bei mir dadurch etwas geändert. Ich ging endlich wieder aufrecht und mit erhobenem Kopf nach Hause. Sogar allein Einkaufen war mir nach dieser Therapie möglich. Beides blieb mir seit langer Zeit verwehrt. Doch an diesem Tag fühlte ich mich so frei, wie lange nicht.

 

 

Man kann nicht nur mit den Lamas spazieren gehen und sie streicheln, durch ihre Art beruhigen sie einen auch.

 

 

Heute morgen war ich äußerst depremiert, alles war mir egal. Aber nach der Arbeit mit den Lamas war alles anders. Ich war wieder ein Mensch, ich spürte, dass ich lebe und habe den Tag mit anderen Augen gesehen. Die Lamas haben mir gezeigt, wie schön das Leben sein kann.

 

 

Ich war nach der Therapie ein glücklicher Mensch und das verdanke ich Pele und Henry. Die zwei haben mir einen unvergesslichen Tag beschert. Ich wünsche mir, dass noch viele Menschen so etwas erleben können, was ich heute erlebt habe.

 

 

 

Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es jedem nur weiter empfehlen.

 

 

 

Zum Schluss möchte ich Frau Scheffler ganz herzlich danken, dass es sie und die Lamas gibt, und dass sie uns Menschen mit Defiziten eine neue Perspektive geben.